Ausstellung und Veranstaltungsreihe zusammen mit dem Baukulturhaus Winterthur und dem BSA ZAGG. Wie könnte eine Stadt aussehen, die nur noch die Hälfte ihrer heutigen Fläche beansprucht? Das Forum Raumordnung Schweiz hat für die Aargauer Gemeinde Suhr ein Pilotprojekt entwickelt, das bewusst nicht mit den Methoden der klassischen Raumplanung arbeitet und sich als Denkanstoss auch auf andere Gemeinden und Städte übertragen lässt. Statt Nutzungsziffern, Zonenplänen und Bauvorschriften stehen Imagination und Improvisation im Zentrum: An einem Stadtmodell im Massstab 1:500 entstanden unterschiedliche «Habitate» – mit öffentlichen Räumen, Infrastrukturen, Gebäuden, Rückzugsorten und Lebensvorstellungen. Ihre Merkmale wurden nicht in Vorschriften, sondern in einer offenen Notation festgehalten – vergleichbar einer Partitur, die von künftig Handelnden immer wieder neu interpretiert, kritisiert und weiterentwickelt wird.
Am 16.09. spricht Karin Salm mit dem Forum darüber, wie diese Vision entstand, wie Improvisationen am Modell funktionieren und worin sich dieser Ansatz von der gängigen Raumplanung unterscheidet.
Die Ausstellung zeigt Modelle, Pläne und Materialien aus dem Projekt und stellt das gängige Planungsparadigma selbst zur Diskussion.
Programm
18.00–19.00 Uhr Ausstellungseröffnung mit Führung
19.30–21.30 Uhr «Einfälle in die Agglomeration – Allianzen bilden für eine lebendige Nähe»
Gespräch
Moderiert von Karin Salm, Kulturjournalistin, mit dem Forum Raumordnung Schweiz Oliver Streiff, Architekt und Jurist, Christoph Schläppi, Architekturhistoriker, Patrick Thurston, Architekt
